Der blaue Weimaraner – Herkunft, Genetik und Anerkennung
Cäsar von Gaiberg (*1947) – einer der bekannten Vorfahren blauer Weimaraner
Cäsar von Gaiberg, geboren 1947, gilt als einer der bekannten Vorfahren in den Linien des blauen Weimaraners. Auf seiner Ahnentafel lässt sich nachvollziehen, dass dieser Rüde als „blau“ in die USA verkauft wurde. Dort konnten blaue Weimaraner registriert und ihre Abstammung über Generationen dokumentiert werden.
Für die Geschichte des blauen Weimaraners ist das von besonderer Bedeutung: Die blaue Fellfarbe lässt sich innerhalb dokumentierter Weimaraner-Linien nachvollziehen. Sie wird daher nicht automatisch mit einer späteren Einkreuzung anderer Hunderassen gleichgesetzt.
Warum erkennt der VDH/FCI den blauen Weimaraner nicht als Standardfarbe an?
Jede Hunderasse besitzt einen festgelegten Rassestandard. Darin wird beschrieben, wie der ideale Vertreter einer Rasse hinsichtlich Körperbau, Wesen, Fell und Farbe aussehen soll.
Beim Weimaraner wurden im FCI-Rassestandard verschiedene Grautöne als gewünschte Fellfarben festgelegt. Die blaue Fellfarbe gehört dagegen nicht zu den anerkannten Standardfarben.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein blauer Weimaraner kein reinrassiger Weimaraner ist. Die Anerkennung einer Fellfarbe im Rassestandard ist zunächst eine züchterische und optische Festlegung. Vergleichbar ist dies mit anderen Rassen, bei denen bestimmte Farben oder Zeichnungen zwar genetisch vorkommen, vom jeweiligen Zuchtverband aber nicht als Standard anerkannt werden.
Was ist genetisch der Unterschied zwischen einem grauen und einem blauen Weimaraner?
Sowohl beim grauen Weimaraner als auch beim blauen Weimaraner spielt der sogenannte D-Lokus eine entscheidende Rolle. Er beeinflusst die Intensität beziehungsweise Verdünnung der Fellfarbe.
Vereinfacht dargestellt:
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Beim grauen Weimaraner wird eine braune Grundfarbe aufgehellt.
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Beim blauen Weimaraner wird eine schwarze Grundfarbe aufgehellt.
Dadurch entstehen die charakteristischen silbergrauen beziehungsweise blaugrauen Farbtöne.
Ist der blaue Weimaraner gesundheitlich anfälliger?
Eine blaue Fellfarbe allein bedeutet nicht automatisch, dass ein Hund gesundheitlich anfälliger ist als ein grauer Weimaraner.
Da sowohl graue als auch blaue Weimaraner genetisch eine Farbverdünnung tragen, sollte die gesundheitliche Beurteilung nicht allein von der sichtbaren Fellfarbe abhängig gemacht werden. Entscheidend sind vielmehr die gesamte genetische Ausstattung, die Zuchtlinie, die Auswahl der Elterntiere sowie eine verantwortungsvolle Gesundheitsvorsorge.
Wie bei jeder Hunderasse können auch beim Weimaraner erblich bedingte Erkrankungen auftreten. Deshalb sollte bei einer seriösen Zucht grundsätzlich die Gesundheit des Hundes und nicht ausschließlich seine Farbe im Mittelpunkt stehen.
Fazit: Blau oder Grau – beide gehören genetisch zum Weimaraner
Der blaue Weimaraner unterscheidet sich vom grauen Weimaraner in erster Linie durch die genetische Grundlage seiner Fellfarbe. Historische Abstammungslinien blauer Hunde sind dokumentiert und lassen sich über Generationen nachvollziehen.
Dass die Farbe Blau vom VDH beziehungsweise der FCI nicht als Standardfarbe anerkannt wird, ist daher in erster Linie eine Frage des festgelegten Rassestandards und nicht automatisch ein Hinweis auf eine andere Rassezugehörigkeit oder eine grundsätzlich schlechtere Gesundheit.

Wie man auf der Abbildung erkennen kann ist der D-Lokus, oder auch Dilution genannt sowohl beim Hund 2. als auch beim Hund 4 zu finden. Bei Hund 1 und Hund 3 steht das DD für trägt keine Dilution und Dd bedeutet sie tragen das Gen, bedeutet die Hunde können im Phänotyp keine Verdünnung zeigen, aber tragen es im Genotyp. Bei den Hunden 2 und 4 ist der Phänotyp verdünnt und im Genotyp wird die Grundfarbe getragen.
Hunde-genetik ist komplexer, aber ich wollte es hier einmal so einfach wie möglich darstellen. Denn Hunde tragen noch viele weitere Genkombinationen.
Kann der Weimaraner an CDA erkranken? Was ist CDA?
CDA („Color Dilution Alopecia“) ist eine erblich bedingte Fell- und Hauterkrankung, die vor allem bei aufgehellten Fellfarben wie Blau, Isabell oder Grau auftreten kann. Dabei werden die Haare brüchig, fallen teilweise aus und die Haut kann trocken oder gereizt werden.
ABER es gibt nicht einen Wissenschaftlich belegten Fall, dass ein reinrassiger Weimaraner sowohl in grau als auch in blau daran erkrankt ist.
Weitere Rassen wie Deutsche Dogge, thailändischer Ridgeback und weitere Rassen sind auch nicht davon betroffen.
Da wir bestimmte Rassen bereits seit vielen Jahren auf gesunde Tiere ausselektiert haben.
Bereits verdünnte Hunde sind entweder erkrankt (Lederohren, Kahle stellen, Schuppenbildung) oder sie tragen kein krankhaftes Gen in sich.
Deshalb kann man auch nicht verallgemeinert sagen, dass Dilution krankhaft ist oder eine Qualzucht. Man muss sich immer ein objektives Bild aus der Wissenschaft und Berichte von Genetikern einholen.


















