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Hilfe! Wie wird mein Welpe stubenrein?

Autorenbild: Angela Hartmann
Angela Hartmann
vor 18 Stunden
7 Min. Lesezeit

Vielen Familie haben sich die Welpenzeit nicht so anstrengend vorgestellt, aber das kann man wie mit einem Säugling gleich setzen nur, dass ein Hund deutlich schneller in seiner Entwicklung ist. Hier gibt es von uns einen kleinen Fahrplan für zu Hause.


Auf dem Bild sieht man einen Weimaraner der auf den Boden gepinkelt hat und ein Mensch der mit dem Finger darauf zeigt.

Das Bild ist mit Hilfe von KI entstanden.

Tipps von Royal Diamonds


Ein Welpe zieht ein – und eine der ersten großen Fragen lautet fast immer: Wie bekomme ich meinen Welpen stubenrein?

Für viele Familien ist die Stubenreinheit beim Welpen zunächst eine kleine Herausforderung. Wichtig ist zu wissen: Ein Welpe ist nicht von heute auf morgen stubenrein. Er muss erst lernen, wo er sich lösen soll, seine eigenen Körpersignale verstehen und gleichzeitig körperlich überhaupt in der Lage sein, Blase und Darm zunehmend länger zu kontrollieren.

Bei Royal Diamonds ist es mir Angela Hartmann besonders wichtig, dass die Welpenfamilien gut vorbereitet in die erste gemeinsame Zeit starten. Mit Ruhe, einem verlässlichen Tagesrhythmus und guter Beobachtung lässt sich die Stubenreinheit Schritt für Schritt trainieren.

Warum ein Welpe noch nicht lange einhalten kann

Stubenreinheit ist nicht nur eine Frage der Erziehung.

Bei einem jungen Welpen sind Blase, Schließmuskulatur und die Steuerung durch das Nervensystem noch nicht vollständig ausgereift. Der Welpe muss erst lernen, den Harndrang rechtzeitig wahrzunehmen und seine Blase zunehmend länger zu kontrollieren.

Ein sehr junger Welpe kann deshalb nicht einfach entscheiden:

„Ich halte jetzt noch ein paar Stunden durch.“

Sein Körper muss diese Fähigkeit erst entwickeln.

Mit zunehmendem Alter verbessert sich die Kontrolle immer weiter. Wie schnell das geschieht, ist von Welpe zu Welpe unterschiedlich. Auch Schlaf, Aufregung, Bewegung, Trinkmenge und Tagesform können beeinflussen, wie dringend ein Welpe nach draußen muss.

Ein Missgeschick im Haus bedeutet deshalb nicht, dass Ihr Welpe „es doch eigentlich schon weiß“. Oft konnte er einfach noch nicht länger einhalten oder seine Familie hat seine kleinen Signale noch nicht rechtzeitig erkannt.


Stellt euch nicht ALLE 2 Stunden den Wecker, weil dann konditioniert ihr euren Welpen auf alle 2 Stunden sich lösen zu müssen und wenn der Welpe gerne seine Belohnung möchte, dann kann es passieren, dass er jedes mal auch nur einen Tropfen herausquetscht.


Vier feste Gassi-Zeiten als Grundstruktur


Die Empfehlung von Royal Diamonds und Züchterin Angela Hartmann lautet, von Beginn an einen verlässlichen Tagesrhythmus aufzubauen.

Dazu gehören vier feste Gassi-Zeiten am Tag.

Diese festen Zeiten helfen dem Welpen, sich nach und nach an den Tagesablauf seiner Familie zu gewöhnen. Sie geben ihm Orientierung und sorgen dafür, dass nicht jede kurze Löserunde automatisch zu einem zusätzlichen Spaziergang wird.

Löst sich der Welpe während der Gassirunde draußen, darf er dafür freundlich bestätigt werden.

Das kann beispielsweise sein durch:

  • eine freundliche Ansprache

  • kurzes Streicheln

  • oder gelegentlich einen kleinen Snack

Wichtig ist nicht die Größe der Belohnung, sondern dass der Welpe versteht:

„Hier draußen darf und soll ich mich lösen.“


In der ersten Woche zusätzliche Lösemöglichkeiten anbieten

Gerade in den ersten Tagen in seinem neuen Zuhause muss der Welpe sich erst an die neue Umgebung, neue Menschen und einen völlig neuen Tagesablauf gewöhnen.

Deshalb empfehlen wir in der ersten Woche zusätzlich zu den vier festen Gassi-Zeiten, dem Welpen nach bestimmten Situationen eine kurze Lösemöglichkeit anzubieten.

Das gilt insbesondere:

  • nach dem Schlafen

  • nach dem Fressen

  • nach dem Spielen oder Toben

Diese zusätzlichen Löserunden sollten jedoch bewusst kurz gehalten werden.

Das Prinzip lautet:

Rausgehen – lösen lassen – freundlich loben – wieder hineingehen.

Aus diesen kurzen Lösemöglichkeiten muss kein zusätzlicher Spaziergang entstehen.

So lernt der Welpe einerseits zuverlässig, dass er sich draußen lösen soll, gleichzeitig bleiben die vier festen Gassi-Zeiten als Grundstruktur des Tages bestehen.

Nach der ersten Woche können die zusätzlichen Lösemöglichkeiten je nach Entwicklung des Welpen langsam reduziert werden.

Ziel ist nicht, einen Welpen dauerhaft daran zu gewöhnen, vorsorglich alle paar Stunden nach draußen gebracht zu werden. Vielmehr soll er Schritt für Schritt lernen, sich an einen normalen Tagesrhythmus anzupassen und mit zunehmender körperlicher Entwicklung auch längere Zeiträume zuverlässig einzuhalten.

Zeigt der Welpe allerdings deutlich, dass er dringend nach draußen muss, sollte natürlich immer darauf reagiert werden.

Welpen beobachten: Jeder Hund hat seine eigenen Signale

Einer der wichtigsten Tipps für die Stubenreinheit lautet:

Beobachten Sie Ihren Welpen.

Jeder Welpe entwickelt seine ganz eigene Art mitzuteilen, dass er nach draußen muss.

Bei Royal Diamonds lege ich Angela Hartmann deshalb großen Wert darauf, den neuen Welpenfamilien zu vermitteln, dass sie ihren Hund in den ersten Wochen bewusst kennenlernen sollten.

Mögliche Anzeichen dafür, dass ein Welpe sich lösen muss, können sein:

  • unruhiges Hin- und Herlaufen

  • auffällig intensives Schnuppern am Boden

  • sich im Kreis drehen

  • plötzlich einen bestimmten Platz suchen

  • leises oder deutliches Quietschen

  • an der Tür kratzen

  • zur Tür laufen

  • oder ganz still und lautlos vor der Tür sitzen

Nicht jeder Welpe zeigt alle diese Anzeichen.

Manche Hunde machen sehr deutlich darauf aufmerksam, dass sie hinausmüssen. Andere Welpen sind ausgesprochen leise und setzen sich vielleicht einfach vor die Tür.

Gerade solche stillen Signale werden am Anfang leicht übersehen.

Deshalb sollten sich neue Welpenfamilien immer fragen:

„Wie zeigt mein eigener Welpe, dass er nach draußen muss?“

Je besser Sie Ihren Hund beobachten, desto schneller erkennen Sie seine persönlichen Signale – und desto leichter können Sie Missgeschicke im Haus vermeiden.

Richtig loben: Erst lösen lassen, dann belohnen

Wenn sich der Welpe draußen löst, ist der richtige Zeitpunkt für Lob besonders wichtig.

Lassen Sie Ihren Welpen zunächst in Ruhe sein Geschäft erledigen.

Erst wenn er wirklich fertig ist, wird er freundlich angesprochen, gestreichelt oder gelegentlich mit einem kleinen Snack belohnt.

Zu frühes Loben kann den Welpen nämlich ablenken.

Gerade junge Hunde freuen sich häufig so sehr über die Ansprache ihres Menschen, dass sie ihr Lösen unterbrechen.

Besonders wichtig bei Rüden: Nicht zu früh loben

Bei jungen Rüden sollte darauf besonders geachtet werden.

Beginnt der Rüde sich zu lösen, lassen Sie ihn zunächst vollständig fertig werden. Wird er währenddessen zu früh angesprochen oder überschwänglich gelobt, kann es passieren, dass er vor Freude sein Lösen abbricht.

Dadurch leert sich die Blase möglicherweise nicht vollständig und der Welpe muss kurze Zeit später erneut urinieren.

Beobachten Sie deshalb seine Körperhaltung.

Ein hilfreiches Zeichen kann sein, dass sich der Rücken zum Ende des Lösens wieder etwas nach oben hebt und die Körperhaltung sich sichtbar entspannt.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Loben.

So lernt der Welpe:

„Wenn ich draußen fertig bin, freut sich mein Mensch.“

Gleichzeitig kann er seine Blase möglichst vollständig entleeren.

Ein Lösewort kann hilfreich sein

Viele Welpen können zusätzlich lernen, sich auf ein bestimmtes Signal hin zu lösen.

Dafür eignet sich beispielsweise ein ruhiges Wort wie:

„Pipi“, „Lösen“ oder ein anderes Wort Ihrer Wahl.

Sprechen Sie dieses Wort ruhig aus, wenn der Welpe bereits beginnt, sich zu lösen.

Nach vielen Wiederholungen entsteht eine Verknüpfung zwischen dem Wort und dem Verhalten. Später kann dieses Signal beispielsweise vor einer Autofahrt, vor dem Schlafengehen oder vor einem längeren Termin sehr hilfreich sein.

Was tun, wenn der Welpe in die Wohnung macht?

Auch bei einem gut begleiteten Welpen wird anfangs gelegentlich etwas daneben gehen.

Das gehört zur Entwicklung dazu.

Bitte schimpfen Sie Ihren Welpen nicht und bestrafen Sie ihn niemals für ein Missgeschick.

Auch Methoden wie das frühere „Nase hineinhalten“ sind ungeeignet.

Ein Welpe versteht dadurch nicht automatisch, dass er sich draußen lösen soll. Im schlimmsten Fall lernt er lediglich:

„Mein Mensch wird unangenehm, wenn ich mich in seiner Nähe löse.“

Einige Hunde beginnen dann, sich heimlich hinter Möbeln, in einem anderen Zimmer oder unbeobachtet zu lösen.

Wenn Sie Ihren Welpen direkt während des Lösens erwischen, können Sie ihn ruhig unterbrechen und nach draußen bringen.

Löst er sich dort weiter, darf er anschließend freundlich gelobt werden.

Entdecken Sie das Missgeschick erst später, reinigen Sie die Stelle gründlich und kommentarlos. Ein geeigneter Enzymreiniger kann dabei helfen, Geruchsspuren zuverlässig zu entfernen.

Wie lange dauert es, bis ein Welpe stubenrein ist?

Darauf gibt es keine pauschale Antwort.

Jeder Welpe entwickelt sich unterschiedlich schnell.

Manche Welpen zeigen schon sehr früh zuverlässig an, wenn sie hinausmüssen. Andere brauchen etwas länger. Auch kleinere Rückschritte können vorkommen.

Neue Situationen, viel Besuch, Aufregung, Wachstumsschübe oder Veränderungen im Tagesablauf können dazu führen, dass plötzlich wieder ein Missgeschick passiert.

Das bedeutet nicht automatisch, dass das Training zur Stubenreinheit gescheitert ist.

Entscheidend ist die langfristige Entwicklung.

Welpen nachts stubenrein bekommen

Nachts können viele Welpen etwas länger einhalten als tagsüber.

Im Schlaf bewegen sie sich weniger und trinken normalerweise nicht ständig.

Trotzdem kann es gerade in der ersten Zeit notwendig sein, den Welpen nachts noch einmal kurz nach draußen zu bringen.

Auch hier gilt:

Keine Spielrunde und kein langer Spaziergang.

Gehen Sie ruhig nach draußen, lassen Sie Ihren Welpen sich lösen, bestätigen Sie ihn kurz und gehen Sie anschließend wieder ins Haus.

Mit zunehmender körperlicher Reife verlängert sich der Zeitraum normalerweise von ganz alleine.


Eine Box oder einen Laufstall machen den Welpen nicht schneller Stubenrein, der Welpe lernt nur dadurch, dass er keine Nähe hat und selbst nach rufen zu euch keine Hilfe erhält. Das ist für einen kleinen Weimaraner schwer zu ertragen und kann den ersten Bindungsabbau bedeuten. Zusätzlich möchte ich an dieser Stelle klar schreiben, dass eine Boxenhaltung gegen das TschG verstößt, denn eine Box ist nur für eine kurzfristige Verbringung gedacht oder bei medizinischen Notwendigen ruhighaltungen. Sobald ein Raum begrenzt ist steht einem Hund/ Welpe die Größe für die geltenden Zwingermaße zu.

Stubenreinheit beim Welpen – das Wichtigste auf einen Blick

Für Royal Diamonds und Züchterin Angela Hartmann stehen bei der Stubenreinheit vor allem Ruhe, Beobachtung und ein klarer Tagesrhythmus im Mittelpunkt.

Die wichtigsten Punkte sind:

Vier feste Gassi-Zeiten bilden die Grundstruktur des Tages.

In der ersten Woche bekommt der Welpe zusätzlich nach dem Schlafen, Fressen und Spielen eine kurze Lösemöglichkeit.

Diese zusätzlichen Runden dienen ausschließlich zum Lösen:

raus – lösen – loben – wieder hinein.

Beobachten Sie Ihren Welpen sehr genau. Unruhiges Laufen, intensives Schnuppern, im Kreis drehen, Quietschen, Kratzen an der Tür oder auch einfach lautloses Sitzen vor der Tür können individuelle Zeichen dafür sein, dass Ihr Welpe hinausmuss.

Lassen Sie Ihren Hund außerdem immer erst vollständig fertig werden, bevor Sie ihn loben. Besonders bei jungen Rüden verhindert dies, dass sie das Urinieren vor Freude unterbrechen und ihre Blase nicht vollständig entleeren.

Und wenn einmal etwas daneben geht, bleiben Sie ruhig.

Ihr Welpe muss nicht nur verstehen, wo er sich lösen soll. Sein Körper muss auch erst lernen, wann er muss und wie lange er Blase und Darm kontrollieren kann.

Mit Geduld, Konsequenz, guter Beobachtung und einem festen Tagesrhythmus schaffen Sie die besten Voraussetzungen dafür, dass Ihr Welpe zuverlässig stubenrein wird.

Verwendet keine Boxenhaltung oder Laufgitter Begrenzungen, weil der Hund soll ja lernen im Haus sauber zu werden.

Royal Diamonds – Züchterin Angela Hartmann Für einen gut begleiteten Start in ein

entspanntes gemeinsames Leben mit Ihrem Welpen.


Auf dem Bild sieht man wie sich der Welpe und seine Bezugsperson in den armen liegen.

Das Bild ist mit Hilfe von KI entstanden.

 
 
 

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